Ein Wort zum Fenchel Fenchel ist so ein Gemüse, bei dem sich die Geister scheiden. Die einen lieben ihn, die anderen denken sofort an Kranken-Tee aus Kindertagen und rümpfen erstmal die Nase.
Wir finden: Gebt der Knolle eine faire Chance. Fenchel kann nämlich viel mehr als „gesund schmecken“. Roh ist er knackig und frisch, gegart wird er milder, weicher und fast ein bisschen süßlich. Gerade im Frühsommer passt er wunderbar in eine Küche, die leicht sein soll, aber nicht langweilig.
Was ist das eigentlich? Fenchel gehört zu den Doldenblütlern und ist mit Kräutern und Gewürzpflanzen wie Dill, Anis oder Kümmel verwandt. Gegessen wird beim Gemüsefenchel vor allem die helle, verdickte Knolle. Das feine Grün ist aber viel zu schade für die Tonne: Klein gehackt könnt ihr es wie ein frisches Kraut verwenden, zum Beispiel über Salat, Pasta, Ofengemüse oder in einen Dip.
Geschmack und Verwendung: Fenchel schmeckt frisch, leicht süßlich und erinnert ein bisschen an Anis. Roh passt er sehr gut in Salate, besonders mit Zitrusfrüchten, Apfel, Nüssen, Joghurt, Feta oder einem schlichten Zitronen-Olivenöl-Dressing.
Gegart wird Fenchel deutlich milder. Ihr könnt ihn dünsten, anbraten, im Ofen rösten, grillen oder in Suppen und Aufläufen verwenden.
Unser Tipp: Nicht zu lange garen, ein wenig Biss steht dem Fenchel gut zu Gesicht.